Prädestination und Ewigkeit

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Will Gott, dass gewisse Leute NICHT zu Ihm umkehren? Natürlich NICHT!

Gott will, dass alle Menschen ewig gerettet sind (1. Tim. 2, 3-4). Nicht alle Menschen wollen aber mit Gott etwas zu tun haben. Ewiges Leben gibt es aber nur durch Gott. Wer sich Gott freiwillig entzieht, kann von Ihm nicht mehr in aller Ewigkeit beschützt werden. Wer sich selber zu Gott macht, muss sich selber schützen. Ein Mensch, der sich selber zu Gott macht, verliert schlussendlich alle Fähigkeiten, die ihm Gott gegeben hat.

Der Mensch kann aus sich gar nichts. Er wird dann ewig getrennt sein von allem, was Leben ist, wenn er Gott definitiv ablehnt. Ein Mensch, der Gott ablehnt, kann nicht nach dem Tod Gott spielen und ein eigenes Universum schaffen. Das geht nicht. Ein Mensch kann nicht sein wie Gott. Nur Gott selber, Er ist der Ewigseiende, Er kann alles aus dem Nichts schaffen.

Aber solange ein Mensch lebt, kann er zu Gott umkehren, egal wieviel Unsinn dieser Mensch angestellt hat. Gott sieht ins Herz und weiss, ob es eine rechte Umkehr ist. Es nützt nichts, das Leben gottlos zu leben und am Ende des Lebens ein Vaterunser ohne echte innere Busse und Reue runterzuraspeln. Aber denen, die es ernst meinen, diesen gegenüber ist Gott gnädig und gerecht und Er wird einem Reuigen seine Sünden von Herzen und mit Freude vergeben. Gott weiss um unsere irdische Schwachheit. Er kennt unsere Umstände und unsere allertiefsten Gefühle, auch die, welche wir vor uns selber verborgen halten. 

Auch ein Christ kann und wird sündigen. Gott hasst die Sünde, aber Er liebt den Sünder und wird auch ihm vergeben, wenn er Gott um Vergebung bittet.

Das menschliche Bewusstsein existiert ewig

Gott ist ewig. So wie der Körper des Menschen aus Erde gemacht ist und nach dem leiblichen Tod wieder zur Erde wird, so ist der Geist des Menschen oder mindestens ein Rest-Bewusstsein ewig wie Gott selber. Gott hat den Menschen dazu bestimmt, eine Ewigkeit lang mit Ihm in Freude und Herrlichkeit zusammen zu sein. Wenn das ein Mensch nicht will, existiert er trotzdem ewig, aber von Gott getrennt.

Weil der Geist vom ewigen Gott kommt, lebt der Geist des Menschen ewig fort, entweder mit Gott in Freude oder von Gott getrennt nicht mehr als Geist, sondern als Rest-Bewusstsein im ewigen Jammertal, dem ewigen Feuer der Verdammnis. Der Mensch, der von Gott zur Ewigkeit bestimmt ist, verliert, wenn er Gott ablehnt, seine Geistigkeit. Wer Gott liebt und zu Gott umkehrt, wird jedoch ewig mit Ihm in Freude zusammensein. "Allen aber, die ihn aufnahmen und an seinen Namen glaubten, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, die nicht aus dem Blut und nicht durch den Trieb des Fleisches oder den Willen des Mannes, sondern durch Gott geboren sind." (Joh 9 1,12+13).


Ewige Existenz ohne Gott ist die Hölle

Wer den ewigen Gott, der Liebe ist, verwirft, hat zwar nicht die Ewigkeit verworfen, aber die Liebe. Wer die Liebe verwirft, hat das Leben verworfen. Gott kann einem Menschen nicht seine Ewigkeit wegnehmen. Denn Gottes Geist, aus dem der menschliche Geist geschaffen ist, lebt ewig. Gott kann Seine eigene Ewigkeit nicht beschränken. Denn Gott ist das Leben und alles andere ist Ihm im Innersten fremd.

Daher wird der Geist eines Menschen, der Gott ablehnt, nicht von seiner eigenen Ewigkeit getrennt. Wer Gott ablehnt, existiert ewig, aber von Gott getrennt. In der Bibel wird dies als der zweite Tod bezeichnet. Der leibliche Tod ist der erste Tod. Der menschliche Geist, der Gott ablehnt, verliert im zweiten Tod seine Geistigkeit. Er wird zur geistlosen, also sinnlosen Existenz auf ewig. Es ist kein geruhsamer Ewigkeits-Schlaf. Im normalen physiologischen Schlaf bezeugt der menschliche Geist dem Ich, das alles in Ordnung ist. Im Tod fehlt dieser Geist. Ohne Geist gibt es keinen Schlaf. Ewige Geistlosigkeit ist ewige Sinnlosigkeit. Ichbezogenheit ohne Gott ist Sinnlosigkeit.

Es gibt schlussendlich keine Worte, diesen Zustand final zu beschreiben, weil Worte ja Ausdruck des Lebens sind. Im Gegenteil dazu ist Sinnlosigkeit ist die ewige Wortlosigkeit und Gedankenlosigkeit. In der Hölle kann man wahrscheinlich nicht mehr über die Hölle philosophieren. Denn das wäre ja ein kreativer Vorgang. Deshalb kann man eigentlich auch nicht sagen, der Geist des Menschen lebt ewig, wenn er ewig von Gott getrennt ist, weil er dann in einem gewissen Sinn nicht mehr Geist ist. Auch ein verlorener Mensch hat aber ein präzises Selbstbewusstsein. Ohne Leben gibt es keinen Geist, ohne Geist kein Leben. Es gibt kein Wort dafür, das zu beschreiben. 

Ein Nichts ist mehr als jemand, der nicht ist. Der Nichts, der gelebt hat und dann ewig von Gott getrennt ist, wird mehr fühlen als einer, der nicht ist, weil er nie gelebt hat. Der Nichts wird seine ewige Sinnlosigkeit spüren und das ewige Feuer der Verdammnis. Er wird sich die ewig quälende Frage stellen: Warum habe ich Gott abgelehnt? Warum habe ich Gott das Recht auf Existenz verweigert? Warum habe ich geglaubt, die Existenz Gottes würde davon abhängen, ob ich an Seine Existenz glaube? Aber vielleicht ist die Verstocktheit dann so ungeheuer gross, dass ein Verlorener sich selbst diese Fragen dann nicht mehr stellen kann.

Die Bibel sagt uns, wer ohne Jesus stirbt, ist tot und muss auf das Gericht vor dem Höchsten warten. Totsein bedeutet das Ende jeglicher Möglichkeiten bei vollem Bewusstsein. Wie unbeschreiblich schrecklich! Es gibt Menschen, die wegen einer schweren Krankheit und ganz schlimmen Schmerzen keinen Ausweg mehr sehen und sich umbringen. Aber der Punkt ist: Totsein ist noch schlimmer, als ganz schlimm krank zu sein. 

Wer hingegen in Jesus Christus stirbt, ist mit dem Heiligen Geist versiegelt und wird durch die Kraft des Heiligen Geistes nach dem leiblichen Tod gleichentags im Himmel auferstehen. Dort gibt es keine Tränen mehr, kein Leid, kein Schmerz, kein Schreien, kein Tod. Ein Christ, der schwer krank ist, weiss, dass Gott ihm nur das auferlegt, was er tragen kann. Daher kann ein Christ sich nicht umbringen, wenn er schwer krank ist, um schneller im Himmel zu sein. Er wartet geduldig, bis er von den Engeln in den Himmel getragen wird.

Das ewige Getrenntsein von Gott nennt die Bibel Geenna. In den deutschen Bibelübersetzungen wird dieses Wort mit "Hölle" wiedergegeben. Das Wort Geenna stammt sprachgeschichtlich vom Hinnom-Tal bei Jerusalem her. Dort haben die kanaanäischen Atheisten in vorzivilisatorischer Zeit ihren Götzen, die nur in ihrer Vorstellung existierten, ihre eigenen Kinder auf dem Feuer geopfert. Und später haben die Juden ihre Toten in diesem Tal feuerbestattet. Dieses Tal hat der hebräischen Sprache das Wort Geenna oder eben "Hölle" gegeben.

Viele Menschen heute stören sich am Wort Hölle oder an der Vorstellung der Hölle, weil es Christen gibt, welche die Nachricht von der Hölle missbraucht haben, um Menschen zu manipulieren oder sie seelisch zu quälen. Diese Leute, welche die Hölle missbrauchen als Drohbotschaft, laden viel Schuld auf sich. Aber der Missbrauch der Verwendung des Wortes Hölle oder der Vorstellung von der Hölle als wirklichen Ort, hebt den richtigen Gebrauch nicht auf, über die Hölle nachzudenken.

Der Missbrauch des Höllen-Begriffs hebt nicht auf, dass Gott uns vor der Hölle eindringlich warnt, weil Er uns beschützen will. Es ist auch Missbrauch der geistigen Freiheit des Menschen, die von Gott geschenkt ist, die Hölle einzig als Erfindung der Kirche abzutun, weil man ihr fälschlicherweise vorwirft, ihr einziges Ziel sei die Unterdrückung des Menschen. Die Kirche hat viele Missbräuche betrieben. Das stimmt. Aber man darf in der gerechtfertigten Kritik an der Kirche nicht eine nicht gerechtfertigte Kritik an der Bibel mitliefern. Es ist auch ein Missbrauch der Meinungsäusserungsfreiheit, wenn die weltlichen Medien nur die weltlichen Standpunkte über die Hölle erwähnen und die biblischen nicht. Auch diese Menschen laden viel Schuld auf sich.

Für uns ist nur eines wichtig, damit wir dieses schwierige Thema begreifen: Es ist Gottes Güte, die uns zur Umkehr treibt. Es ist Seine Freude, die wünscht, mit uns für immer in Innigkeit und Freundschaft verbunden zu sein. Es ist eine herzliche Einladung für absolut alle, ohne Einschränkung.

Das falsche Bild eines willkürlichen Gottes

Es gibt die Annahme, Gott habe bestimmt, dass nur ein Teil der Menschheit ewig gerettet ist. Das ist insofern schwierig zu beurteilen, weil nur Gott Seine eigenen Gedanken kennt. Es ist plausibel, anzunehmen, dass Gott vorausgesehen hat, wer zum Glauben an Ihn kommt und wer nicht, weil Er der Allwissende ist.  Dies wird in Rö 8, 29 auch so angedeutet. Die Gemeinschaft zwischen Gott und dem Menschen ist ein kreativer Akt Gottes aus dem Nichts. Die Erwählung passiert jedenfalls nicht aufgrund von guten Werken in der Erkenntnis oder den Taten eines Erwählten, wodurch auch die finale Erkenntnis über die Erwählung nicht möglich ist, weil dem gefallenen Menschen die finale Erkenntnis über etwas generell nicht möglich ist, ausser da wo die Bibel Auskunft gibt. Die Erwählung ist jedenfalls nicht an irgendwelche in der Person des Erwählten liegenden Bedingungen geknüpft. Das Heil des Menschen ist auch nicht an die Erkenntnis über die Erwählung geknüpft. Es liegt in der Souveränität Gottes, wie er dem einzelnen Menschen praktische und theoretische Gaben zuteilt. Es liegt daher in der Souveränität Gottes, Erkenntnisgaben bezüglich der Erwählungslehre zuzuteilen wie Er will, und es liegt an den Gläubigen, basierend auf der Bibel zu beurteilen, ob eine Erkenntnis den legitimen Interpretationsspielraum biblischer Aussagen verlässt oder nicht.

Es gibt das Argument basierend auf Rö 9,13, welcher sich auf Mal 1, 2+3 bezieht. "Jakob habe ich geliebt, aber Esau habe ich gehasst." Warum hat Gott Esau gehasst? Weil Er im voraus wusste, dass Esau Ihm sein Herz nicht gibt. Es ist falsch zu sagen, Gott habe Esau zur Sünde verführt, Ihm sein Herz nicht zu schenken. Denn Gott ist heilig und gerecht und kann niemanden zur Sünde verführen, weil Er ohne Sünde ist. Oder es wird auch Rö 9,15 beansprucht, der sich auf 2 Mo 33,19 bezieht ("Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig; und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich"). Aus dieser Aussage wird immer wieder mal das Bild eines willkürlichen Gottes gezeichnet. Das stimmt aber nicht. Gott Willkür vorzuwerfen, ist Sünde.

Nur Gott kennt seine Gedanken. Es gibt keinen biblischen Auftrag, alle Gedanken Gottes zu wissen oder wissen zu wollen. Wir wissen nicht, wie der Heilige Geist um die Menschen wirbt, von denen er vorher weiss, dass sie sich gegen Ihn entscheiden. Aber Gott will, dass alle Menschen gerettet sind (1. Tim. 2, 4). Denn wenn Gottes Geist nicht aktiv um einen Menschen, der Gott ablehnt, werben würde, wie könnte dieser Mensch, nach menschlichem Ermessen, die unvergebbare Sünde gegen den Heiligen Geist begehen?

Gott sieht voraus, wer Ihn ablehnt. Gott ist nicht verpflichtet, einem Menschen, der Ihn ablehnt, alles Gute für immer zukommen zu lassen. Darauf bezieht sich diese Aussage. Hier gilt Joh 1,9: "Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, und vergibt uns unsere Sünden und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit." Dieses Angebot gilt für ausnahmslos alle Menschen. Wenn unsere Sünden durch Jesus Christus bereinigt sind, will Gott nicht mehr daran denken. Und Er will von uns auch nicht mehr daran erinnert werden.

Gott ist nach Seinem Willen jemandem gnädig, wenn es zum Beispiel darum geht, was für Gaben ein Mensch hat. Der eine Mensch mag grosse Gaben haben, der andere kleine. Es ist Gott, der zuteilt. In einer Uhr hat es auch grosse und kleine Räder. Sie sind alle wichtig. Gott schafft die einen Gefässe zur grossen Ehre und andere zur kleinen Ehre. Sie sind alle wichtig. Die Gesellschaft würde nicht funktionieren, wenn alle das Gleiche könnten.


Der freie Wille ist ein Gnadengeschenk

Der freie Wille wird durch die Erbsünde zwar tangiert. Der Heilige Geist wirkt aber an jedem Menschen, zu Gott umzukehren, zwei- bis dreimal intensiv. Der Mensch entscheidet frei, ob er darauf eingehen will oder nicht. Gott ist die Freiheit und er schenkt uns die Freiheit zur Selbstverantwortung. Er schenkt uns nicht Freiheit, um alles zu tun, was wir wollen. Denn das wäre nicht Freiheit, sondern Anarchie. Gott manipuliert unseren Entscheid Ihm gegenüber nicht.

Die Freiheit ist das höchste Ziel des Universums. Gott ist ein Menschenflüsterer, denn der Mensch ist nach dem Ebenbild Gottes erschaffen worden. Das geschieht bei jedem Menschen wieder anders, weil Gott weiss, wie der Einzelne denkt und fühlt. Es ist der Mensch, der frei entscheidet, ob er das will oder nicht. Gott vergewaltigt niemanden, Ihm nachzufolgen. Wer Gott aufrichtig sucht, dem wird Gott entgegen kommen. Gott wird es einem Menschen gelingen lassen, ewig zu Gott zu gehören, auch denjenigen, die nicht das Vorrecht hatten, in einem christlichen Land zu leben.  Dann sind sie ihrem Gewissen verpflichtet, dass sie von Gott haben und Gott weiss auch dann, wer zu Ihm gehört und wer nicht. Gott sagt den Christen und Christinnen, das Evangelium von Jesus Christus in alle Welt zu bringen. Denn diejenigen, die das Evangelium hören, und das christliche Zeugnis vorgelebt sehen, haben es bedeutend einfacher, den Pfad zu Gott zu finden. Dafür tragen sie aber auch mehr Verantwortung. Aber auch die anderen haben ihre Chancen. Sie können Gott in der wunderbaren Natur erkennen und Gott in ihrem Herzen so danken. Gott ist gerecht und er liebt alle Menschen. Die ewige Erlösung geschieht durch Jesus Christus. Es gibt keinen anderen Weg. Es gibt kein anderer Name unter allen die auf Erden gelebt haben, in dem so viel Kraft ist. Der himmlische Vater hat Seinem Sohn die Verwaltung der Schöpfung übertragen.


Was sagt der Römerbrief?

Gott hat vorausgesehen, wer zum Glauben an Ihn kommt. (siehe Römer 8, 28-30). Diese hat Er vom Anbeginn der Welt an vorherbestimmt, dass sie dem Bild Seines Sohnes gleich sein sollen. Jesus Christus ist der Erstgeborene unter vielen Brüdern. Diejenigen, die vorherbestimmt sind, Jesus gleich zu sein, weil sie an Ihn glauben, die hat Gott berufen. Diejenigen, die Gott berufen hat, die hat er gerecht gemacht.

Gott hat nicht alle Menschen durch Jesus Christus gerecht gemacht, einschliesslich derer, die nicht an Ihn glauben. Sondern Er hat nur die Menschen durch Jesus gerecht gemacht, die an Ihn glauben wollen. Gott kann sich dem Menschen nicht aufdrängen, denn Er ist absolut heilig, Er ist absolut gnädig, Er ist absolut liebevoll, Er ist absolut gerecht. Diejenigen, die Gott gerecht gemacht hat, weil diese an Ihn glauben, die hat Er verherrlicht. Bei Römer Kapitel 9-11 geht es um Israel und nicht um die neutestamentliche Gemeinde. Bei Römer 9, 21 wird primär eine rhetorische Frage gestellt und ein prinzipielles Verfügungsrecht beschrieben und nicht ein tatsächliches Handeln Gottes, wie Nestvogel schreibt. Römer 9, 23 und 9, 24 wird von Prädestinations-Befürwortern oft verbunden mit der Erwählungsaussage Römer 8, 29 ff. Und es wird auch oft Römer 9, 22 mit Römer 8, 29 verbunden, wo es um die Verdammnis geht. Diese zweite Verbindung ist jedoch ideologisch konstruiert. Nach Nestvogel sei der Vergleich nur asymmetrisch legitim. (siehe Wolfgang Nestvogel, Erwählung und/oder Bekehrung, Shaker Aachen 2002).


Der irdische menschliche Leib kann nicht ewig leben

Die Aussage über die Gefässe des Zorns, die zum Verderben geschaffen wurden (Rö 9, 21-23), bezieht sich offenbar auf die leibliche Hülle des Menschen. Die Hülle kann nicht ewig leben, sondern ist aus Staub gemacht und wird nach dem leiblichen Tod wieder zu Staub. Es gibt Calvinisten, die behaupten, damit sei die Seele oder der Geist des Menschen gemeint und leiten daraus ab, der Römerbrief wolle sagen, Gott habe Menschen zum ewigen Tod vorausbestimmt. Das stimmt aber nicht. Denn eine solche Aussage würde quer zu der deutlichen Gesamtaussage der Bibel stehen. Der menschliche Leib stirbt. Der menschliche Geist lebt mit Gott ewig, wenn der Mensch das selber will. Gott hat keinen Gefallen am ewigen Tod des Sünders. Der Mensch kann nicht selber bestimmen, dass er ewig lebt. Aber er kann das wundervollste Geschenk, das es gibt, die Erlösung und Befreiung zum ewigen Leben, annehmen. Die Gnade Gottes ist unwiderstehlich, wenn der Mensch in seinem Herzen ja sagt zu Gott. Im Himmel erhalten wir einen neuen Körper, der nicht mehr sterben kann und wo kein Schmerz mehr ist, keine Angst, keine Trauer und kein Tod mehr. Die Tränen werden abgewischt sein. Das ist keine religiöse Erfindung, sondern die absoluteste Realität, die ein Mensch erfahren kann.


Unverlierbares Heil

Wer zu Jesus Christus gehört, kann das ewige Heil nicht mehr verlieren, weil Jesus verspricht, dass niemand die Christen aus seiner Hand reissen kann (Joh 10, 28-30). Wer zu Jesus gehört, will Ihm nachfolgen und will Seine Gebote halten. Natürlich ist der Mensch schwach und kein Christ ist immer nah bei Jesus Christus. Es gibt schwache und dunkle Zeiten und Wüstenwanderungen. Aber Gott kann einen Christen immer wieder neu zu geistlichem Leben erwecken. Gott weiss, dass wir schwach sind und wo wir unsere Knoten haben. Er kann und wird sie für uns auflösen. Für Gott gibt es keine hoffnungslosen Fälle. Er hat schliesslich das ganze Universum gemacht.


Verhärtung der Herzen der Ungläubigen

Gott kann Menschen verstocken, ihr Herz verhärten lassen, wenn Er sieht, dass der betreffende Mensch Ihm gegenüber immer wieder und beständig stur und gleichgültig ist. Gott ist nicht verpflichtet, die Türen für alle Zeiten offen zu lassen, wenn der Mensch sie von sich aus immer wieder zumacht. Spätestens mit dem leiblichen Tod eines Menschen ist der Schlüssel in der vom Menschen zugeschlagenen Türe umgedreht. Der Mensch kann die Türe dann nicht mehr öffnen. Wir wissen nicht, wie das Verstocken geht. Die Bibel sagt das nicht.

Die Denkstrukturen eines Menschen, der immer gesündigt hat und von Gott nichts wissen will, werden immer engstirniger. Immer kleiner wird die Türe, die zur Umkehr führt. Es ist klar, dass die Sünde das Hirn wahrscheinlich sogar rein auf der materiellen, neurophysiologischen Ebene schädigen kann. Aber die Türe zu Gott ist  selbst dann noch einen kleinen Spalt offen oder mindestens nicht zugeschlossen. Es besteht Hoffnung bis zum letzten Atemzug. Es gibt Menschen, deren Geist vielleicht sogar in einem Koma unmittelbar vor ihrem Tod Gott akzeptieren und ewig gerettet sind. Gott kann unbeschreibliche Wunder tun. Wie das funktioniert, wissen wir Menschen nicht. Aber Gott kann einen Menschen selbst aus seinen tiefsten und hoffnungslosesten Tiefen noch retten. Er kann den leisesten Hauch eines hoffnungslosen Menschen noch erkennen, der sagt "Gott rette mich!". Gott kann Menschen noch retten, wo es am Unmöglichsten scheint. Er kann Menschen noch zu sich führen, welche das Schlimmste erlebt haben, sei es durch Krankheit oder Ereignisse oder Sünde.

Gott weiss aber auch im voraus, wer Ihm gegenüber resistent bleiben wird. Gott kann sogar diese Menschen zu einer Aufgabe nach Seinem Willen auf der Erde einsetzen. So wie Gott den Pharao verstockt hat und ihm eine wichtige Rolle im damaligen Weltgeschehen zugedacht hat, so kann Gott auch heute das Herzen von Ungläubigen dazu bewegen etwas zu tun, was der Menschheit nützt. Es gibt sehr viele Menschen, die ohne Gott leben wollen, und mit ihren Gaben, die sie von Gott erhalten haben, den anderen nützen. Und sie nützen den Menschen nicht selten so stark, dass sie uns Christen und Christinnen darin ein Vorbild sind und wir uns an ihren Fähigkeiten orientieren können, um unser Christsein zu verbessern oder deutlich zu verbessern. Gott ist sich nicht zu schade dazu, ungewöhnliche Wege zu beschreiten, die Menschen zu beschenken.

Wir wissen nicht genau, wie diejenigen Menschen über die Bibel und die Christen denken, welche von Gott nichts wissen wollen. Die Bibel sagt uns, dass ihnen das Evangelium eine Torheit ist. Sie finden Kirche, Bibel und Christen oft blöd und können nichts damit anfangen. Unsere Pflicht als Christen ist es, sie dennoch zu lieben und zu respektieren.


Die Trennung von Gott ist durch Jesus Christus beseitigt

Gott hat seinen einzigen Sohn geopfert und die Schuld auf Ihn geladen. Alle, die auf Jesus Christus vertrauen, haben ewiges Leben. (Joh 3, 16). Gott hat das grösste geopfert, was es für Ihn gibt, nämlich die eigene Liebe zu Seinem Sohn. Es gibt nichts Höheres. Wer dies ablehnt, für den gibt es keine andere Erlösung. Wer das höchste Geschenk des Universums ablehnt, hat auch den Grund für Weihnachten erledigt.

"Wenn du mit deinem Mund bekennst 'Jesus ist der Herr' und in deinem Herzen glaubst 'Gott hat Ihn von den Toten erweckt', so wirst du gerettet werden. Wer mit dem Herzen glaubt und mit dem Mund bekennt, wird Gerechtigkeit und Heil erlangen." (Rö 10, 9+10).

Jeder Mensch kann zu Gott beten: "Vergib mir meine Sünden, komme in mein Leben. Führe mich auf dem Deinem Weg. Gib mir alle Weisheit und Erkenntnis, die ich dazu benötige." Wer ein solches Gebet spricht und es ehrlich meint, der hat ewiges Leben. Er wird sich gedrängt fühlen, mit anderen Christen und Christinnen zusammen zu sein, die dasselbe glauben. Die Gemeinschaft mit anderen Gläubigen und Gott hier auf Erden ist der Beginn einer ewigen Beziehung, die sich im Himmel fortsetzt und nie aufhören wird.

Der Mensch lebt in der Nähe zu Gott ewig, wie Gott selber der Ewigseiende ist. Wenn man auf der Suche nach Gott ist, kann man ein einfaches Gebet der Lebensübergabe an Jesus Christus sprechen. Man muss nicht auf das ultimative Wohlgefühl in der Magengegend warten und es erst dann tun. Es hat mit dem Verstand und dem Willen zu tun. Gott zeigt uns durch die Bibel, wie wir mit dem Verstand vernünftig umgehen können. Wir haben von Gott den Verstand nicht erhalten, um die Vernunft in die Ferien zu schicken. Sondern Er hat uns den Verstand gegeben, dass wir genügend ausgerüstet sind, Ihn zu suchen und Ihn zu finden. Denn das ist das grosse Ziel, das Er schon vor der Existenz des Universums festgelegt hat. Er wird uns die Suche nach Ihm gelingen lassen. Wir müssen nur Ja sagen dazu, es braucht nicht mal eine grosse Anstrengung dazu.

Wenn wir zu Ihm kommen, bricht im Himmel ein lauter Jubel los. Natürlich hören wir das akustisch nicht. Aber die Bibel sagt uns, dass es so ist. Gott freut sich über uns gewaltig. Komm jetzt und sag Ja zu Ihm!